Wie funktioniert so eine Critical Mass?

So läuft eine Critical Mass ab:

Viele Leute treffen sich um 18.00 auf dem Rathausplatz, um zusammen eine Tour durch die City zu fahren. Aber nur, sobald die „Kritische Masse“ erreicht ist. Und das bedeutet: mindestens 16 Fahrradfahrer müssen es sein. Denn nach § 27 der Straßenverkehrsordnung gilt: Mehr als 15 Radfahrer dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie auch nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Besondere Anforderungen an so einen Verband gibt es nicht.

Je nach Wetter und Jahreszeit schwanken die Teilnehmerzahlen. Im Sommer sind es bis zu 40 Mitfahrer, Tendenz steigend.

Die vorderste Fahrer (und das wechselt während der Fahrt immer wieder) entscheidet über den Weg. Die Route ist deshalb jedes mal anders (erweiterter Innenstadtbereich). Dauer ca. 60-90 min. Endpunkt ist wieder der Rathausplatz.

Größtenteils verhalten sich die Autofahrer ruhig. Es gibt aber auch immer einzelne, die hupen oder drängeln. Für Kinder mit eigenen Fahrrädern ist das eher nichts. Ab ca. 14 Jahren ist die Mitfahrt sinnvoll. Eine gewisse Fahrdisziplin und Aufmerksamkeit ist notwendig. Übrigens: wenn der vordere Teil bei Grün in die Kreuzung fährt und die Ampel auf Rot schaltet, darf der Rest noch durchfahren.

Mit Ordnungshütern gab es nur am Anfang Konflikte (technische Radkontrolle bei Einzelnen, Ausweiskontrolle). Manchmal begleitete ein Fahrzeug die Radgruppe. Später machte die Polizei sogar extra den Weg frei. Seit etwa zwei Jahren taucht die Polizei gar nicht mehr auf.

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