Protest gegen Polizeiüberwachung bei der Critical Mass Augsburg

Eins vorneweg: dieser Blog ist kein offizieller Blog der Critical Mass in Augsburg. Er wird privat betrieben. Einige CM-Mitfahrer haben darum gebeten, hier ein Statement zu veröffentlichen:

Gegen polizeiliche Überwachung bei der Critical Mass

Die Critical Mass stört den Verkehr.
Die Critical Mass gefährdet die öffentliche Ordnung.
Die Critical Mass verstößt gegen das Gesetz.
Die Critical Mass ist subversiv.
Die Critical Mass ist gefährlich.

Wir fahren einfach nur zusammen Fahrrad. Fröhlich, gemütlich, gemeinsam. In UNSERER Stadt. Je mehr, desto sicherer. Critical Mass!

Bei der Juni-Critical Mass fuhr ein Augsburger Fahrradpolizist in Zivil mit. Er hat sich der Gruppe vorgestellt. Sein erklärtes Ziel: die Fahrradszene kennenlernen. Sein dienstlicher Auftrag: die Critical Mass beobachten und einen Bericht für seinen Vorgesetzten schreiben. Die Frage nach dem dienstlichen Anlass für diese polizeiliche Maßnahme hat er nicht beantwortet.

Der Polizist hielt sich während der Fahrt im Hintergrund. Es gab keine Probleme: keine Fahrradkontrollen, keine Personalienaufnahmen, keine Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

critical mass augsburgDennoch soll die Critical Mass ein Raum sein, in dem man sich nicht unter polizeilicher Dauerbeobachtung bewegen muss. Wir sind gegen polizeiliche Begleitung. Unabhängig davon, ob der Polizist gute oder schlechte Absichten hat. Die Critical Mass existiert und funktioniert seit über vier Jahren ohne behördliche Aufsicht. Die Critical Mass ist eine Fahrradfahrt, nichts sonst.   

So fördert man tatsächlich nicht den Fahrradverkehr in Augsburg. So sorgt man für Verunsicherung und das Wegbleiben von Teilnehmern, denen es wichtig ist, nicht 1,5 Stunden ohne Unterbrechung polizeilich beobachtet zu werden. Ob der Polizist so genau hinschaut oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Er fährt ganz hinten mit, man hat ihn nicht ständig im Auge. Das komische Gefühl, dass da hinten jemand aufmerksam beobachten könnte, bleibt. Immer wieder während der Fahrt schaut man mal, mit wem er sich gerade so unterhält und was er so macht.

Es ist hoffentlich nicht zu erwarten, dass Initiativen zur Stärkung des Fahrradverkehrs in Augsburg in Zukunft zwar von der Polizei nicht behindert, aber doch beobachtet und dokumentiert werden.

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35 Gedanken zu „Protest gegen Polizeiüberwachung bei der Critical Mass Augsburg

  1. M. Wohlauer

    Wäre nett, wenn man wenigstens etwas klarstellen würde: Er hat die Frage durchaus beantwortet, wenn auch nicht so, wie sich der eine oder andere das vorstellt: Dass er auch nicht weiß, was das soll, was seine Vorgesetzten damit wollen. Wegen ihm brauchts das auch nicht. Wenns hilft, dass seine Vorgesetzten das erkennen… Viel interessantere Frage: Hat von den Kritischen hier auch nur einer versucht, sich mit jenem Vorgesetzten oder wenigstens mit dem Herren von der Radstreife in Verbindung zu setzen? Ich würds machen, ich bin drauf und dran. Wer macht mit? Redet mit den Leuten, nicht über sie.

    Antwort
      1. M. Wohlauer

        Aber erst mal zum Polizisten-Boykott aufrufen? Komische Reihenfolge… Nuja, ich bin gespannt und wäre deutlich daran interessiert, da mit im Boot zu sitzen, sollte da was steigen.

        Antwort
    1. Critical Mass Augsburg Autor

      ohja, schreibt doch gleich noch, die Privatadresse des Polizisten rein, damit man gleich weiß wohin man sich wenden muss 🙂
      Ganz großes Kino: Pro-Polizei zu sein und dann den vollen Namen veröffentlichen…

      Antwort
      1. M. Wohlauer

        *anKopffass* Jeder der die AZ aufmerksam liest, weiß wer es ist, sobald er auf das hier veröffentlichte Foto kuckt. So viel übrigens zum „Beobachtet fühlen“. Wurde da gefragt, ob das Bild veröffentlicht werden darf?

        Antwort
  2. Rudi

    ach ist das nett in Augsburg. Er weiß zwar nicht warum („Dass er auch nicht weiß, was das soll, was seine Vorgesetzten damit wollen“), aber er ist eben Fahrradpolizist („das ist wohl eher der Grund dafür“) und fährt dann halt mal mit. Zur Sicherheit aber lieber ohne Uniform, weil (siehe AZ-Artikel) „Bei der Polizei ist man sichtlich bemüht, den Eindruck zu vermeiden, dass nun Jagd auf Radler gemacht werden soll.“

    Antwort
    1. M. Wohlauer

      Naja, was soller denn sonst machen? Seinem Dienstherren auf den Tisch kacken, dass er gefälligst wen anders schicken soll? Wäre das dümmest, was er hätte machen können. Eigentlich wäre er privat mit gefahren, aber dann kommen die Vorgesetzten auf Schnaps-Ideen. Wobei noch keiner weiß, warum, bzw. was am Ende rausgekommen ist. Aber schon riechen die ersten eine große Verschwörung um die CM irgendwie platt zu machen. So wie ich das sehe, gibt es eine handvoll Leute, die schlechte Erfahrungen mit Polizisten gemacht haben, weshalb die Polizei sich jetzt einfach mal grundsätzlich von der CM fernzuhalten habe, egal ob sie positiv oder negativ, oder neutral daran interessiert ist, was dort geschieht, bzw. warum die Leute auf sowas Bock haben. Drum eine Aussage: Redet erst mal mit den Leuten, nicht über sie. Solange man keine Ahnung hat, was los ist, sollte man vielleicht von Kampagnen gegen irgendwen absehen.

      Antwort
      1. Critical Mass Augsburg Autor

        mhm, Du schreibst also, er hatte nicht mal die nötige Selbstbestimmung um zu sagen „nee das will ich net machen“. Das bezweifle ich übrigens schwer.
        Glaubst Du er hat dann, in einer fernen Zukunft, die niemand erhofft, die Möglichkeit einen dienstlichen Auftrag abzulehnen wenn’s drum geht: Schreib mal die Namen auf, über was reden die so, wo treffen die sich sonst so?!
        Was Du skizzierst is Befehlsnotstand „Ich mußte das machen, weil man’s mir angeordnet/befohlen hat“!

        Antwort
      2. M. Wohlauer

        (Kommentar gilt eins nach unten, geht rein technisch offenbar nicht…)

        Naja, was soller er denn machen? Das ist ja gerade das Problem, dass der Herr Polizist hat. Er will privat da hin. Sein Chef sagt, mach mal. Er kann jetzt schlecht sagen, „nee mach ich nicht!“. Dann isser ganz schnell seinen Job los, bzw. kommt nen fetten Diszi rein gewürgt. Er könnte das aber /auch/ nicht, wenn er dort rein dienstlich hin geschickt würde. Jeder, der schon mal im Staatsdienst für Polizei oder Militär war, weiß, dass da nicht all zu viel mit Aussuchen ist, wenn der Vorgesetzte ne Anordnung macht.

        Aber jetzt kommts: Was seine Vorgesetzten mit der Situation machen, das ist letztlich der Aufhänger. Wäre also sinnvoller, mal genau dort nachzuhaken, was/woher denn das plötzliche Interesse auslöst/kommt. Und da jetzt pauschal erst mal was negatives zu unterstellen ist genauso verkehrt, wie sich hin zu stellen und pauschal alles was die Ordnungshüter machen als OK hinzustellen. Wir wissen es nicht. Nur haben anscheinend einige nen gewissen Automatismus inne, dass alles was die die Polizei macht, erst mal abzulehnen ist, weil die „uns“ ans Leder wollten.

        Ich habs schon mal geschrieben, das erinnert mich an die alte Leier dass die Radfahrer sich ja angeblich nie an Verkehrsregeln halten. Dass es sowas wie „die Radfahrer“ oder „die Polizei“ nicht gibt, sondern nur Menschen die entweder ganz knorke drauf sind, oder eben nicht, daran sollte man sich immer erst mal erinnern. Ein Attribut erzwingt nicht vollautomatisch ein anderes. Wenn der Vorgesetzte jetzt ein eingefleischter Skeptiker ist und erst mal alles genau wissen will um sich ein Bild zu machen, ist das noch nicht verkehrt. Wenn er ein Arsch ist, wirds so oder so über kurz oder lang Ärger geben, egal ob ihr hier vor euch hin protestiert, oder nicht und egal ob da ein Herr Eisele von der Fahrradstreife privat mit fährt, oder nicht. Ist der Vorgesetzte aber eben gerade nicht einer von denen, die man lieber nicht dabei haben will, sollte es einen eher nicht stören, dass die „mit dabei“ sind. Evtl. sogar „hinter uns“ statt „gegen uns“ (wer auch immer „uns“ in dem Fall ist).

        Bottomline ist: Redet mit den Leuten, bevor ihr urteilt. Ich hab gestern schon ne Anfrage raus gekloppt, ob man seitens der Polizei überhaupt ein Interesse an einer Kommunikation hat. Beim Herrn Eisele wirds nicht hängen, da bin ich mir sicher. Wir können ja am Freitag nochmal drüber schwätzen. Ich finds nur ziemlich schofel, andere Menschen pauschal vorzuverurteilen, nur weil man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit ihren Berufskollegen gehabt hat. Das ist ungefähr auf demselben Niveau, wie „ich hab was gegen Ausländer, weil mich schon paar mal Türken blöd angemacht haben“.

        Antwort
  3. Rudi

    Vor Ort wurde der Polizist in alle Meinungen mit einbezogen, war Teil der Diskussion, hat sich selbst geäußert. Fair und sachlich. Eine „große Verschwörung“ kam dabei nicht vor.

    Dass das hinterher im Internet kritisiert wurde („fühlt sich ein wenig an wie Hexenjagd. Da drischt man definitiv auf den falschen ein.“/“paranoid“), hat das Thema erst in die Öffentlichkeit gebracht und Reaktionen hervorgerufen. Und plötzlich wird wieder das persönliche Gespräch propagiert, das es zunächst gewesen ist.

    Antwort
    1. M. Wohlauer

      Also das was jetzt hier verlangt und als „Kampagne“ geplant ist, hat wenig vom persönlichen Gespräch. Das führt nur genau das weiter, was ich schon kommen hab sehen…

      Antwort
      1. Rudi

        nix Kampagne
        Öl ins Feuer giessen und sich wundern wenns lodert und später sagen „ich habs ja gewußt“
        selber schuld

        Antwort
  4. M. Wohlauer

    Ähä. Ich bin jetzt also quasi daran schuld:
    https://cmaugsburg.files.wordpress.com/2013/07/protest-gegen-beobachtung.jpg&h=231
    https://cmaugsburg.files.wordpress.com/2013/07/cm-protest.jpg&h=251
    Iss nich dein Ernst? Das hätten besagte Personen so oder so gemacht. Nachdem was in dem Diskussions-Pad drin stand, gings auch nicht mehr nur um „eine Fahrradfahrt“ (da muss ich Arno zustimmen, was als „kreative Protestform“ tituliert wird, ist nicht „nur“ eine banale „Fahrradfahrt“), sondern wie es sich mir darstellt, um grundlegendere Abneigungen gegen die Polizei, immer mit dem indirekten oder direkten Hinweis, dass einem die Polizei ans Leder wolle. Und letzteres glaube ich so nicht, erst recht nicht, wenn man sich nicht mal die Mühe gemacht hat, um mal bei den entsprechenden Stellen eine Aussage abzuholen. Genau den Eindruck hab ich zumindest. Man darf mich aber gerne eines besseren Belehren. Wäre ich mal gespannt, was deren Statement ist.

    Antwort
  5. Rudi

    ach so, jetzt weiß ich wie das läuft. Wer von einer polizeilichen Maßnahme betroffen ist, muss hinterher zu einer ominösen entsprechenden Stelle (das kannst Du wohl selbst nicht genauer benennen). Da erfährt er dann, wie es gemeint war. Wie stellst Du dir das vor? Stehen dann alle vor dem Polizeipräsidium und bitten um eine Aussprache? Der Polizist hat sich vor Ort erklärt, und das war nicht überzeugend “Dass er auch nicht weiß, was das soll, was seine Vorgesetzten damit wollen”. Er hatte genug Möglichkeiten, sich zu äußern.

    Übrigens: warum setzt Du dich so vehement für einen anderen Menschen ein, kann der das nicht selbst tun? Weiß er überhaupt, welche Diskussionen Du anzettelst? ist das in seinem Sinn?

    Antwort
    1. M. Wohlauer

      OK, du hast mich überzeugt. Alle Bullen sind nur daran interessiert, uns auszuspionieren, uns Strafzettel zu verpassen, uns einzusperren und wenn gerade die Gelegenheit herrscht, einen in die Fresse zu hauen, weil sies ja nie anders gelernt haben und überhaupt, der Polizist an sich hat ja nur ein Interesse, es dem Bürger rein zu würgen. Ist es das, was du hören willst? Ich glaube nicht. Er hatte klar und deutlich gesagt, dass er keine Ambitionen hat, irgendjemandem eine Schnur zu drehen. Und wie schon gesagt wurde, es war absolut unkompliziert, keine Probleme, nichts. Das einzige Argument, das immer und immer wieder erfolgreich wiedergekäut wird ist, dass man „beobachtet“ wurde. Auf einer öffentlichen Veranstaltung, bei der man so und so nichts dagegen machen könnte und bei der ein angepisster Polizist schon längst hätte „einschreiten“ können, wenn er hätte wollen. Nach der Denke, die hier mit spielt, brauchen sie ja auch keinen Grund, die machen das einfach. Daraus folgt auch unweigerlich dass nächsten Freitag 4 Streifenwagen da stehen und uns alle mitnehmen oder unsere Räder mit der Lupe begutachten. Ich sag dir was passieren wird: Genau gar nix. Das könnte sich die Polizei gar nicht erlauben. Spätestens wenn das in der AZ public würde, könnte derjenige, der sowas angeordnet hat, sich erst mal auf was gefasst machen.

      Und ich setze mich deshalb für ihn ein, weil einige hier eine Schiene fahren, die ich in höchstem Maße unfair und fast schon verleumderisch halte. Wenn man sowas mit irgend einem anderen Berufstand machen würde (ausgenommen vielleicht Soldaten), das gäbe von genau denselben, die sich hier so erregen, einen riesen Aufschrei. Lies dir noch mal durch, was im Diskussionspad steht. Find ich teils echt nur noch an den Haare herbeigezogenes Rechtfertigungsmaterial, die eigene Bullen-Abneigung auszuleben. Ich weiß nicht mal, ob er den Blog überhaupt kennt, von dem her erübrigt sich das auch.

      Übrigens ist die „ominöse Stelle“ die nächste Polizeistation und davon hats in Augsburg genug. Dort würde man dich dann (sofern du nicht eh schon dort bist) in die Frölichstraße verweisen, wo der Herr sitzt. Und es würde ja schon langen, wenn die, die sich gar so ungerecht behandelt fühlen, weil jemand einen Bericht über eine „einfache Fahrradfahrt“ verfasst hat (von dem bis jetzt auch noch keiner weiß, was drin steht), dort auftauchen, bzw. das Gespräch suchen. Aber man kann natürlich auch einfach pauschal fordern, dass jemand sein Verhalten ändert/sich fern hält, ohne dass man auch nur ansatzweise weiß, warum er macht, was er macht. Aber in welche Richtung das geht, sollten jene die so handeln eigentlich auch wissen. Wie schon gesagt, wenn man das mit anderen Gruppen machen würde, würde man ganz schnell in eine recht üble Schublade gesteckt…

      Antwort
  6. Rudi

    “ Das einzige Argument, das immer und immer wieder erfolgreich wiedergekäut wird ist, dass man “beobachtet” wurde. “

    -> das reicht doch als Grund

    Antwort
    1. M. Wohlauer

      Mir nicht. Ich werde täglich von Menschen beobachtet bei denen ich auch genau gar nicht weiß, was sie vor haben.

      Ich war gerade mit Arno bei besagtem Herrn Eisele und ich kann nur berichten, dass es wohl doch stark nach dem aussieht, was ich mir gedacht habe. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, fragt lieber selbst nach. Wer das Gespräch suchen möchte, hat am Freitag vor Abfahrt bei der CM genug Gelegenheit dazu. Da wird Herr Eisele (voraussichtlich, wenn nix dienstliches dazwischen kommt) auch anwesend sein, wenn auch nicht unbedingt mitfahren. Ich hab den besagten Bericht schon gesehen. Wer sich wegen /dem/ Bericht in die Hosen macht, sollte am besten jedes Kommunikationsmittel und jeden Kontakt nach außen hin meiden… Da ist absolut nix relevantes drin, im Gegenteil, manches Detail fehlt sogar, woraus einem jemand böswillig nen Strick drehen könnte. Und so wie die Sache aussieht, wird es vorerst auch keine weiteren Berichte geben, weils die Zeit nicht wert ist, die da rein investiert wird. Das Ziel der Fahrt wahr ohnehin ein anderes, aber wie gesagt, fragt selbst nach. Dann muss man auch nicht weiter irgendwas mutmaßen, was dann am Ende doch nicht so ist, wie man sichs in schrecklichsten Phantasien ausgemalt hat. Aber dann bitte auch Lauscher auf und nicht Mauern, bevor man überhaupt was gesagt bekommen hat. Danke.

      Antwort
      1. Rudi

        „wird es vorerst auch keine weiteren Berichte geben, weils die Zeit nicht wert ist, die da rein investiert wird.“

        Jetzt hast Du bewiesen, dass Du Recht hattest. Alles völlig harmlos. Es gibt VORERST keine Berichte mehr über die CM. Wir fahren sozusagen auf Bewährung. Danke. Du hast es möglich gemacht, dass die CM unbehelligt fahren kann. Nicht mehr ganz wie vorher, aber den Unterschied merkst Du nicht. Und wenn es etwas Berichtenswertes geben wird, bin ich sicher, dass jemand dabei ist, der es dem Polizisten direkt weitererzählt.

        Antwort
      2. Arno

        Wenn Du darauf anspielen solltest, dass Martin oder ich nun bei jeder Gelegenheit zur Polizei latschen oder gar „berichten“ – NEIN! Das ist eine böswillige Unterstellung, die ich entschieden zurückweisen muss!

        Ich habe mir in meiner Mittagspause dafür die Zeit genommen, um das Gespräch zu suchen und etwas mehr Klarheit zu schaffen, und weil ich mich ungerne von anonymen Protesten gegen irgendetwas als Teilnehmer einer Aktion vereinnahmen lasse – und das war’s auch. Wer noch mehr Gesprächsbedarf hat, kann Herrn Eisele gerne am Freitag persönlich fragen und auch jederzeit sonst ansprechen, wenn etwas unklar ist.

        Antwort
      3. M. Wohlauer

        Da iss sie wieder, die implizite Unterstellung, die Polizei hätte nichts besseres zu tun, als auf Schritt und Tritt Radfahrer zu überwachen und zu verwarnen. Dann nochmal im Klartext, auf dass ich auch dieses mal wieder falsch verstanden were: Es juckt bei der Polizei keine Sau, ob wir da fahren oder nicht. Eine Handvoll hat das positiv aufgenommen, der Rest hat auf gut Deutsch gesagt noch was wichtigeres zu tun, z. B. sich um Einbrecher, Diebe, Raufbolde und sonstige Problemfälle zu kümmern. Da ist das bisschen Radfahren in der Innenstadt eher uninteressant, insbesondere wenn man den Bericht gesehen hat. Aber du kannst ruhig weiterhin die Hosen voll haben, dass die bösen bösen Bullen dich an jeder Ecke versuchen einzukerkern. Das düfte aber der Großteil der CM-Teilnehmer anders sehen, von dem her ist die ganze Aktion eher überzogen. Aber wir können ja gerne nächstes mal noch eine ernsthafte „Abstimmung“ anzetteln, wer grundsätzliche Probleme mit der Polizei hat. Ich denke, das dürfte die Sache dann endgültig aus der Welt schaffen, zumindest für die, die nicht hinter jedem schlecht geschnittenen Strauch eine Verschwörung wittern.

        Antwort
      4. Rudi

        „Es juckt bei der Polizei keine Sau, ob wir da fahren oder nicht. “

        -> Du bist ja ein richtiger Polizei-Insider

        „Ich denke, das dürfte die Sache dann endgültig aus der Welt schaffen.“

        -> die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern, steht jedem offen. Auch über den Freitag hinaus.

        Antwort
    2. M. Wohlauer

      Von wegen Polizeiinsider und so: Das sagt gerade der richtige… Was hast du denn so an Fakten beizutragen, die mit der jetzigen Situation was zu tun haben? Kommt jetzt wieder die Polizistin zum Einsatz, die sich ihren Anschiss damals schon lange abgeholt hat? Und wenn du platzt, es ist keine große Verschwörung gegen „die Radfahrer“ oder die CM im Gange. Wozu auch? Verbieten kanns eh keiner und den Aufwand machen und deswegen ständig wen abzustellen der stört, das rentiert sich für niemanden und macht erst recht negative Schlagzeilen contra Polizei. Es gibt schlicht keine Motivation, oder kommt jetzt wieder die implizite Argumentation, dass jeder Bulle uns nur ans Leder will, und nur drauf wartet, wann er zuschlagen kann?

      Antwort
      1. M. Wohlauer

        Wie ich schon sagte, wenns dich wirklich interessiert (und es nicht nur darum geht, negative Erfahrungen mit dem einen oder anderen Polizisten auf andere vom selben Berufsstand zu projizieren), dann fragst nach. Ich kenne den Grund und es ist wenig überraschend, wenn man weiß, dass Polizisten auch nur Menschen sind und nicht irgendwelche Bußgeldabkassier-Maschinen. Geh hin und frag! Die Leut sind an sich ganz in Ordnung, da hab ich keine Bedenken.

        Antwort
  7. Tine

    Hallo,
    nachdem ich beim letzten Mal zum ersten Mal dabei war und eigentlich regelmäßig mitfahren möchte, muss ich leider jedoch sagen, dass mich diese Verfolgungswahndiskussion ziemlich er- und abschreckt. Ich denke, dass der Sinn der CM im Moment untergeht und halte dies gerade für die Fahrt jetzt am Freitag, die ja auch öffentlichkeitswirksamer propagiert wird, für suboptimal.

    Außerdem denke ich, dass die „Gegner“ der Polizei vlelleicht ihr staatsfeindliche Potential der CM etwas überschätzen 😉 – ich habe auf jeden noch in keiner Berichterstattung über CMs von Massenverhaftungen gelesen.

    Und ehrlich – wenn „der böse Überwachungsstaat“ Daten erheben will, um Leute anzuzeigen, gibts doch in in Zeiten von Prism einfachere Methoden, als einen Polizisten zum radeln zu zwingen…

    Ansonsten: Daumen hoch für die Radlstreife!
    Und nein, ich bin keine gekaufte Stimme, ich bin mündige Bürgerin, die differenziert und nicht alles schwarz-weiß sieht.

    Bis Freitag!
    Tine

    Antwort
    1. Critical Mass Augsburg Autor

      Hallo Tine,

      danke für deinen Beitrag. Du hast Recht, die Diskussion kann abschreckend sein für neue Mitfahrer. „Wehret den Anfängen“ ist das Motto der Kritiker. Damit die Augsburger CM eine konfliktfreie Veranstaltung bleibt. Wichtig ist, dass jeder seine Meinung sagen darf. Denn es gibt schon Beispiele für negative Polizeieinsätze bei der CM. Die zu nennen, würde aber wieder zu einer Abschreckung führen. Falls Du selber googeln willst: New York 2004, Rostock November 2012 und Dresden März 2013. Wichtig ist auch, dass Respekt jedem Menschen gegenübergebracht wird. Dabei ist es unpassend, von „Wahn“ zu sprechen. Dank der Diskussion und der darauf basierenden Sensibilisierung der Polizei (keine polizeilichen Maßnahmen ohne Veranlassung) wird die CM in Zukunft sicher eine tolle Veranstaltung bleiben und wachsen.

      Antwort
  8. Herbert und Michi

    Wir wollen am Fr. die Critical Mass ein wenig unterstützen und mitradeln. Wir sind bekennende Fahrradfahrer und sehen unseren Hauptgegner im MIV (Motorisierter Individual Verkehr)
    Wir wußten jedoch nicht, dass die CM-Augsburg Tendenzen zur Paranoia hat.
    Wir betrachten es eher als Fortschritt was in den letzten Monaten mit der Augsburger Polizei in bezug auf das Radfahren passiert ist.
    Und wir wissen von was wir sprechen, da wir seid nunmehr über 8 Jahre im Fachforum Verkehr der lokalen Agenda Augsburg tätig sind.
    Den Herrn Eisele kennen wir seid 20 Jahren als eingefleischten Radler und freuen uns das gerade er unsere Interessen als Fahrradfahrer bei der Polizei vertritt. Denn er weiß wos zwickt!
    Und denkt daran, die Autofahrerlobby ist extrem stark und wir müssen jeden kleinen Geländgewinn auf den Strassen verteidigen.
    Und da haben wir gerne einen Vertreter der Staatsgewalt auf unserer Seite, wie den Herrn Eisele!

    Herbert Und Michi von Dynamo-Fahrradladen

    Antwort
    1. Spießradler

      Noch nicht gemerkt? Ohne P…ia-Wort läuft’s hier besser, lieber H&M. (insbesondere wenn man eine ziemlich selbstverständliche Fortbewegungsart als Bekenntnis hat und den MIV als „Hauptgegner“ bezeichnet)

      Antwort
  9. M. Wohlauer

    „Wir wußten jedoch nicht, dass die CM-Augsburg Tendenzen zur Paranoia hat.“ Keine Sorge, es gibt sowas wie eine Meinung von „der CM“ genauso wenig, wie von „der Polizei“. Beides sind abstrakte Zusammenfassungsgebilde, unter denen vereint ganz unterschiedliche Menschen sind, die, eben als kleinster gemeinsamer Nenner, das zusammenfassende Konstrukt verbindet. 😉 Alles andere ist persönliche Agenda und sollte nicht der gesamten Gruppe vorgehalten werden. Ich bin nachher auch dabei und freu mich schon auf eine entspannte Fahrt ohne Vorurteile. =)

    Antwort
  10. Pingback: Critical Mass Augsburg und die Polizei | Arno Welzel

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