Geschafft: AfD wirbt für Critical Mass

Oh was war der Aufschrei groß, als in der Critical-Mass Stimmen laut wurden, die davor gewarnt haben, die AfD-Vertreter nicht mitfahren zu lassen, weil sie (rechts-)konservative, neoliberale und populistische Positionen vertreten.
Nein hieß es damals, die Critcal Mass sei unpolitisch, es geht ja nur um’s Fahrradfahren und solange das strikt getrennt von Parteipolitik bleibt, ist’s kein Problem… echt oder?! Das glaubte doch hoffentlich nicht wirklich jemand ernsthaft.
Spätestens mit einem Foto-Posting auf dem Facebook-Profil der AfD-Augsburg von der CriticalMass im September ist ein Beweis gelungen, dass die AfD sehr wohl Parteipolitik und CriticalMass zu verbinden weiß. Damit ist’s gelungen: Die AfD und Vertreter sind bei der Critical Mass akzeptiert, die zwanghaft unpolitische Haltung hat dazu geführt, dass sie sich hier festsetzen konnten.
Die Critical Mass Augsburg hinterlässt damit einen tiefbraunen Bremsstreifen!afd-cm-fb-screenshot

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25 Gedanken zu „Geschafft: AfD wirbt für Critical Mass

  1. Alexander'l Inder

    wer bei der cm mitradelt ist erst mal radfahrer – cm ist ein ideologiefreier raum und wer versucht (s)eine ideologie mitzubringen scheitert in meinen augen per se.
    mögen alle mitradler die kommen schnell merken woher der wind bei cm weht:
    nämlich frisch und von vorne!
    dieser wind reinigt unseren geist und das immer aufs neue!
    durch kommunikation unter- und miteinander bringen wir alle auf spur in die für ALLE richtige richtung > > > untereinander jeden respektierendes MITEINANDER!
    reinigung in jeder hinsicht, da werden auch alle bremsspuren wieder leuchtend grau 😉

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  2. CM-Teilnehmer

    Seufz…

    Nein, die CM ist nicht „unpolitisch“ und das hat auch niemand behauptet. Die CM ist aber nicht parteipolitisch – offenbar verstehen diesen die Leute, die hier auf dem Blog schreiben, nicht.

    Tut der Welt doch einen Gefallen und stellt eine Liste auf, welche politischen Parteien erwünscht sind – das wäre wenigstens konsequent. Ich nehme an, wenn die Grünen/Bündnis 90 oder die Piraten dafür werben, ist es kein Problem, oder? Und wie sieht es mit SPD aus? Nicht mehr so gut? Und CDU/CSU geht vermutlich auch nicht?

    A propos: Schaut doch mal in das Grundgesetz, Artikel 3.

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  3. Fritz Effenberger

    Der Unterschied ist, dass die AfD offen Neonazis unterstützt. Wie die Republikaner oder die NPD. Und das will niemand in der Critical Mass Bewegung. Ich hab selbst zugehört, wie der AfD-OB-Kandidat im letzten Winter auf einer Podiumsdiskussion für die „Rechte“ der Neonazis geworben hat. AfD-Mitradler wurden toleriert, solange sie einfach mitradelten, hier greift der verfassungsmässige Gleichheitsgrundsatz. Wenn aber örtliche AfD-Schergen versuchen, die unpolitische Bewegung vor ihren eigenen nazifreundlichen Karren zu spannen – ja, das gilt schon für die oben gezeigte Parteiwerbung – wird es Ärger mit der CM-Bewegung geben. Da müssen wir eben durch. Die Augen fest zumachen und warten hat selten für Lösungen gesorgt.

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    1. CM-Teilnehmer

      Auf eine Veranstaltung in Facebook hinzuweisen ist „vor den Karren spannen“? Ich finde nicht mal mehr den Beitrag, wo der gezeigte Screenshot zu sehen ist und auf der Homepage der AfD ist ebenfalls kein Wort zur CM Augsburg zu finden.

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      1. CM-Teilnehmer

        Nachtrag: Nein, die Afd-Mitradler wurden noch nie tolieriert. Siehe auch

        https://cmaugsburg.wordpress.com/2014/06/24/gastbeitrag-die-critical-mass-und-die-alternative-fur-deutschland-afd/

        Zitat:

        „Wir beteiligen uns an der Diskussion. Auch in unseren Augen ist Herr Lis inzwischen bei der Critical Mass fehl am Platz. Er steht für die AfD und diese Partei ist oder zumindest argumentiert sie rassistisch, nationalistisch, wert-konservativ und neoliberal.“

        Wenn also bekannt ist, dass jemand Mitglied bei der AfD ist oder dort eine wichtige Position hat, ist die Teilnahme an der CM in den Augen einiger Leute schlicht unerwünscht. Die pure Anwesenheit wird bereits als Provokation empfunden.

        Nur damit es keine Mißverständnisse gibt: Wenn ich merke, dass jemand auf der CM Werbung für seine Partei machen will – egal welche das ist – weise ich die Leute auch explizit drauf hin, dass sowas unerwünscht ist und sie das bitte unterlassen sollen. Und da ist es mir egal, ob das nun die AfD, Linke oder jemand von den Grünen/Bündnis 90 ist – Parteipolitik hat auf der CM nichts zu suchen!

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        1. Martin Wohlauer

          Das ist ja das Witzige: Wenn ein Otto Hutter (ich mag ihn!) mit dickem »Linke«-Emblem aufm roten Rad mit fährt, ist das kein Problem. Fährt ein anderer, ganz ohne parteiische Symbole, einfach nur in »in Zivil« mit (ach ja, zivil, da war ja noch was…), ist das ganz böse schlimm. Wenn jemand die CM promotet, der nicht ins parteipolitische Bedürfnis einiger passt, ist das auch ganz schlimm. Wie wäre es denn mit einer anderen Sichtweise: Damit kommen unsere alteingesessenen vielleicht endlich mal in Zugzwang. Wenn selbst die AfD, die jetzt nicht den Ruf hat, besonders progressiv zu sein, sich für die CM einsetzt, dann ist es doch eher ein Armutszeugnis, dass einen andere Parteien eher ignorieren. Wenn es so was als »Druckmittel« für den Rest braucht, sagt das noch viel mehr über den Rest aus.

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          1. kritischeMasse

            Die Parteizugehörigkeit ist doch ein Label, das zudem austauschbarer ist, denn je. Die Grünen, als Partei mit Wurzeln in der Friedensbewegung stimmten für den ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr, Die SPD, als gefühlte Arbeiterpartei hat die Demontage des Sozialstaats mit HartzIV & Co. beschlossen, die CDU hat den Atomausstieg beschlossen…
            Um das Bäpperle geht’s doch rein überhaupt-garnicht: Es geht um den Inhalt. Die vom Grünen Ministerpräsident mitgetragene Verschärfung des Asylrechts ist ebenso zu kritisieren wie die qualifizierte Zuwanderung der AfD. Die Salonrassisten bei SPD und CDU mit Sarazin, Oettinger & Co. sind doch auch zu verurteilen. Das Kotzen setzt auch bei der Linken ein, wenn dort Mitglieder das Unrecht zu Zeiten der DDR abstreiten.
            Mir ist’s egal wer Politik macht, die den emanzipierten Menschen, eine angstfreie Gesellschaft und nachhaltige Umweltpolitik zum Ziel hat. Alles drei seh ich bei der AfD nicht gegeben, im Gegenteil.

      2. Markus Frowein

        @CM-Teilnehmer: Du klickst einfach bei der AfD-Augsburg-Facebookseite rechts oben auf das Jahr 2014, dann steht da „Höhepunkte“, da klickst Du dann drauf, da erscheint dann „Alle Meldungen“. Anklicken und einfach bis zum besagten 26.09.2014 runterscrollen, da findest Du es. MfG Markus Frowein

        Antwort
  4. Radfahrer

    Die CM wäre ja auch schon mal ein guter Rahmen, um die AfD-Aktiven zu Programm und rechtskonservativer Ausrichtung zur Rede zu stellen. Dann macht die CM bestimmt auch gleich viel weniger Spaß für diese Leute.. Allerdings muss dass direkt auf der CM passieren und halt nicht in irgendwelchen Positionierungen außerhalb der Gruppe.

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    1. CM-Teilnehmer

      Aktiv auf Aktivisten zugehen und seine Meinung vertreten? Dann müssten sich die betreffenden CM-Teilnehmer ja persönlich zu erkennen geben. Deswegen gibt es ja auch dieses Blog, für das niemand persönlich belangbar ist und wo jeder anonym posten kann.

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      1. Martin Wohlauer

        Das erzähl mal dem Staatsanwalt, wenn doch mal was vorfallen sollte, was strafrechtlich relevant ist. Dann ist die ganze Anonymität dahin. Außer derjenige arbeitete nur über TOR an diesem Blog…

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  5. Arno

    Offenbar wird vergessen, was die Critical Mass eigentlich ist – und vor allem, was sie NICHT ist. Oder die Initiator/innen aus den Anfangstagen haben sich unter einer Critical Mass etwas vorgestellt, was selbst hier auf dem Blog so nicht kommunziert wird.

    Zur Erinnerung – auf https://cmaugsburg.wordpress.com/about/ ist zu lesen:

    „Wir sind eine sogenannte Critical Mass. Als kreative Protestform stellen wir die alleinige Zurichtung der Städte auf den Autoverkehr in Frage. […]“

    (Zitat Ende)

    Genau – es wird der Autoverkehr in Frage gestellt – darum geht es!

    Die Critical Mass ist eine gemeinsame Fahrt von Fahrradfahrer/innen, die als Gruppe auf ihre Rechte und angemessenen Freiraum als Verkehrsteilnehmer und die Mißstände der aktuellen Verkehrspolitik in dieser Richtung aufmerksam machen.

    Die Critical Mass ist KEINE Demonstration für oder gegen irgendwelche politische Parteien oder deren Programme. Themen wie Gleichberechtigung von Frauen und homosexueller Paare, Rechte von Ausländern oder soziale Ungerechtigkeit (abgesehen von der Ungerechtigkeit gegenüber Radfahrer/innen) ist KEIN Thema der Critical Mass. So wichtig diese Themen auch sind – es sind aus meiner Sicht keine Themen der Critical Mass und ich bezweifle stark, dass die Mehrheit der Teilnehmer/innen solche Themen im Kopf haben, wenn sie mitfahren.

    Mag sein, dass die Betreiber dieses Blogs das gerne so hätten – die Critical Mass als umfassende politische Demonstration für eine bessere Gesellschaft. Aber im Ergebnis wird das nicht dazu führen, was man will: Mehr Freiraum im Verkehr für ALLE Radfahrer/innen, auch denen, die euch nicht bei euren sonstigen politischen Aktionen aktiv unterstützen.

    Aktuell läuft die CM Augsburg mit durchschnittlich kaum mehr als 40 regelmäßigeren Teilnehmern ohnehin Gefahr, nur als kuriose Randerscheinung von ein paar „gspinnerten Radlern“ wahrgenommen zu werden – was ich sehr schade fände. Denkt mal eher darüber nach, wie man für die Critical Mass werben kann und weniger, wogegen man ständig protestieren müsste.

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  6. Arschäologe

    Wer von den Initiator_innen von damals fährt denn heute noch mit und wieso evtl. nicht mehr? Ein Großteil derer hat einfach keinen Bock mehr drauf, mit Leuten auf einer Seite zu stehen/Seite-an-Seite zu radeln, deren Ideale die Konsistenz von Pudding aufweisen.
    Wer sich an Polizei, AfD & Co. kuschelt sollte soviel Erfahrung haben um abzusehen, dass sich Menschen mit weiterführenden Idealen angenervt abwenden.

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    1. Martin Wohlauer

      Dann macht doch eine monatliche Anti-AfD-Demo auf, wenn ihr dafür eine Veranstaltung benötigt. Die CM ist das schlicht nicht. Und es gibt auch Leute, die das genau anders rum sehen: Die fahren nicht auf einer CM mit, die völlig abseits von jeglichem Radverkehrsgedanken rumpolitisieren will. Was ist mit denen? Haben die weniger Recht, mit zu fahren? Das ist das Problem an offenen Veranstaltungen: Es können auch Leute mit fahren, mit denen man sich nicht versteht. Nur ob die Mehrheit deswegen bereit ist, nicht zu fahren, nur weil es einer Minderheit nicht schmeckt, wer da auch mit fährt, wage ich zu bezweifeln.

      Antwort
  7. Tisbert

    In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass Hr. Lis von der AfD nach dem Statement über seine Unerwünschtheit seitens einiger CM-Teilnehmer offenbar einen wahren AfD-typischen Shitstorm ausgelöst hat. In Folge dessen haben sich irgendwelche AfD-Aktivisten die mit Augsburg und der hiesigen CM nicht das geringste zu tun haben (die eine war glaub ich aus Unterfranken) mit dem AfD-typischen Rumgeheule zu Wort gemeldet (niemand mag uns, wir werden überall als rechtsextrem diffamiert dabei wollen wir doch nur das Beste, mimimi…). Genau wie das eben in allen Foren und Tageszeitungen dieses Landes mittlerweile abläuft. Ich und einige andere haben dagegen angeschrieben, aber letztlich war der Shitstorm stärker. Ich weiß bis heute nicht, ob AfD´ler einfach weniger zu tun haben als andere Menschen oder ob die Leute für ihren ständigen Foren-Lärm bezahlen (das Internet haben die ja ganz gut begriffen; wenn ich denke wie oft mir schon bei Facebook vorgeschlagen wurde, die AfD zu mögen…sowas kostet richtig Geld!!!). Jedenfalls führte das letztendlich dazu, dass ein paar sehr engagierte Leute mittlerweile bei der CM nicht mehr dabei sind; sich frustriert zurückgezogen haben. Ob das die richtige Reaktion ist, darüber lässt sich streiten. Aber, Leute, das kann wohl wirklich nicht sein, dass irgendwelche Parteifuzzis von irgendwo her sich die Macht nehmen, über die Anonymität eines Internet-Blogs die Augschburger CM zu spalten! Sowas sollte wirklich NIE WIEDER vorkommen!!!

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    1. CM-Teilnehmer

      „Wer Wind sät…“… oder glaubt jemand ernsthaft, dass Aktionen wie „die wollen wir hier nicht“ ohne jegliches Echo bleiben?

      Wer sowas nicht will, darf eben nicht solche Statements loslassen. Ist doch logisch, dass sowas nicht ohne Wirkung bleibt. Die CM ist auch keine Antifa-Demo, sondern eine Aktion für Fahrradfahrer – egal welche. Die in Facebook vorgeschlagene Idee, auch die Vertreter anderer Parteien einzuladen, bei der CM mitzufahren, um deutlich zu zeigen, dass auch andere Parteien die CM unterstützen, halte ich für deutlich sinnvoller, als hier Antifa-Parolen vom Stapel zu lassen.

      Den anderen Kommentar „Denkt mal eher darüber nach, wie man für die Critical Mass werben kann und weniger, wogegen man ständig protestieren müsste.“ finde ich da sehr treffend.

      Antwort
          1. Radfahrer

            Herr Arschäologe, die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichten, Ihrer stahlharten Ideale, kann man, denke ich, sehr gut anhand Ihres selbstgewählten Namens abschätzen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen, aber es ist dann auch wirklich langsam gut, oder? Entweder fahrn Sie halt mit, oder eben nicht. Anonym rumtrolln und hier die Leute beschäftigen is doch Unsinn. Beschäftigen Sie doch direkt die Leute, mit denen Sie ein Problem haben. Das wär doch mal ein sinnvoller Beitrag in Ihrem Sinne, finden Sie nicht?

  8. Markus Frowein

    Manche glauben, das Gequatsche im Internet hätte was mit Realität zu tun und sie könnten damit grundlegend was ändern. Manche andere glauben, dass sie ernsthafte Probleme lösen, wenn sie mit ein bisschen Rumradeln einen Stau verursachen und anderen Mitmenschen dadurch auf den Geist gehen. Wieder andere glauben sogar Beides. Wenn man sich mit den Ursachen beschäftigt, kommt man ein wenig weiter. Wisst Ihr übrigens, auf welche Art und Weise Eure Fahrräder von der Fabrik in den Fahrradladen kommen? Ein kleiner Tipp: Es gibt niemanden, der so fleißig wäre, sie dort mit dem Fahrradanhänger hinzubringen. LG Markus

    Antwort
      1. Markus Frowein

        Und was am wenigsten bringt, ist, mit irgendeinen Quatsch anonym Aufmerksamkeit zu erbetteln. Aber ich habe ja neulich schon erfahren, dass das wichtigste an der Critical Mass ist, dass niemand Verantwortung für sein eigenes Tun übernehmen muss. (@Alice)

        Antwort
        1. Martin Wohlauer

          Ja, ist lustig, nicht? Auf der einen Seite wird immer was gefaselt von, dass doch bitte endlich alle den Radfahrern auf Augenhöhe begegnen sollen. Wenn man dann umgekehrt ein Verhalten einfordert, das dem auch entsprochen werden kann, wird man angesehen als wenn man gerade ein Kind verspeist hätte. Das ist halt die andere Seite.

          Aber um zum Thema zurück zu kommen: Wo ist sie denn jetzt, die ach so gefährliche AfD Augsburg? Genau da, wo ich sie auch hin geschätzt habe: Im Aus. Selbst deren OB-Kandidat ist raus gegangen, weil ihm das eben alles genau so zu rechts wurde. Und wer war noch mal der Typ, der mit gefahren ist? Ach ja, genau der, der sich selbst von der AfD auf die maximal mögliche Weise distanziert hat. Scheint ja doch alles in die richtige Richtung zu gehen.

          Antwort

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